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Petition gegen Massentierhaltung und für ein EU-weites Qualitätssiegel

Der EU-Abgeordnete der ÖDP Prof. Klaus Buchner sammelt mit einer Petition Unterschriften Gegen Massentierhaltung und für ein EU-weites Qualitätssiegel in der Landwirtschaft. Deshalb jetzt im Internet unterschreiben unter www.agrarwende-jetzt.de

Jährlich sterben in Europa ca. 50.000 Menschen an Antibiotika-resistenten Keimen!

Man kann davon ausgehen, dass die Dunkelziffer noch deutlich höher liegt. Ein wesentlicher Grund für die Entwicklung solcher Keime ist die exzessive vorbeugende Vergabe von Antibiotika in der Industriellen Massentierhaltung. Selbst für den Menschen lebenswichtige sogenannte Reserveantibiotika werden in der Massentierhaltung in zunehmendem Ausmaß verfüttert.

Rufen Sie jetzt die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft Julia Klöckner auf, die Massentierhaltung auf schnellstmöglichem Weg in eine ökologische Tierhaltung ohne prophylaktische Gabe von Antibiotika zurückzuführen.

Um die Antibiotikavergabe drastisch zu reduzieren und Mensch, Tier und Umwelt zu schützen, fordern wir die Besatzungszahlen in den Großställen gesetzlich stark zu reduzieren und die Hygiene zu verbessern. Die prophylaktische Gabe von Reserveantibiotika muss sofort verboten werden. Auch sind erheblich mehr Kontrollen zur Überprüfung der notwendigen Vorgaben erforderlich und auch eine hohe Bestrafung bei Nichteinhaltung. Gleichzeitig muss der Gesetzgeber deutlich bessere Rahmenbedingungen für eine ökologische Tierhaltung schaffen. Hierfür braucht es mindestens eine bundesweite, besser noch eine europaweite Gesetzgebung, um das Wettbewerbsgleichgewicht zu wahren.

Bildrechte: Fotolia Budimir Jevtic

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat 2015 Putenfleisch von diversen Discountern in zwölf deutschen Städten untersucht. Bei diesen bundesweiten Stichproben wurden auf 80-90 % (!) der Fleischstücke Antibiotika-resistente MRSA-Keime und sog. ESBL-produzierende Keime nachgewiesen. Vergleichsweise testete der BUND auch Hofschlachtereien, bei denen die Puten konventionell bzw. ökologisch gehalten wurden. Dabei wurden keine Belastungen von Antibiotika-resistenten Keimen nachgewiesen. Aber nicht nur durch belastetes Fleisch können die resistenten Keime auf den Menschen übergehen, sondern auch durch den direkten Kontakt mit den Tieren. Betroffen sind vor allen Landwirte, Tierärzte und Schlachter, welche die resistenten Keime dann an weitere Menschen übertragen.

Das Hygiene Institut der Universitätsklinik Münster führt in einer Publikation – unter Berücksichtigung div. Studien – folgende Zahlen für Träger des multiresistenten Keims MRSA auf (Abstrich aus der Nase): 80-90% der Schweinehalter! Bis zu 45% der Tierärzte! Hingegen ist die übrige Bevölkerung in Deutschland - ohne regelmäßigen Tierkontakt oder beruflichen Kontakt mit MRSA-Trägern - unter fünf Prozent betroffen. Daraus geht ganz eindeutig hervor, dass die Problematik insbesondere aus den Tierställen der Massentierhaltung kommt.


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